Winterdepression – was tun?

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Winterdepression / Winterblues – Mit dem Winter steht nicht nur die kalte Jahreszeit vor der Tür, sondern auch die dunkle. Gerade nach der Zeitumstellung, wenn es schon nachmittags dunkel wird und das trübe Wetter dafür sorgt, dass den ganzen Tag über kein Sonnenstrahl zu uns durchdringt, werden Stimmung und Gemüt oftmals schwer. Depressive Verstimmungen sind in der Herbst- und Winterzeit bei vielen Menschen gang und gäbe, bei einigen wachsen sie sich sogar zu echten Depressionen mit all ihren negativen Begleitumständen aus.

Doch es ist nicht nur das fehlende Sonnenlicht, das unsere Stimmung in der Herbst- und Winterzeit trübt und zur Winterdepression führt. Viele andere Faktoren spielen dort mit hinein. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und nicht wenige Menschen sehen sich mit der Erkenntnis konfrontiert, die anfangs des Jahres gesetzten Ziele nicht erreicht zu haben bzw. in den letzten Wochen nicht mehr erreichen zu können. Die Witterung ist kalt, wir können nicht mehr nach Belieben nach draußen gehen und Spaß haben, so wie es im Frühjahr und Sommer der Fall ist.

Die gute Nachricht: Man muss die schlechte Stimmung im Herbst und Winter nicht als unabwendbar in Kauf nehmen. Vielmehr kann man einiges dafür tun, auch in der kalten und nassen Jahreszeit Schönes zu erleben und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Dafür gibt es einige kleine Tricks, Mittel und Methoden, die wir Ihnen hier vorstellen möchten. Selbstverständlich müssen Sie nicht alle gleichzeitig anwenden, schon einzelne davon reichen aus, um Stimmung spürbar aufzuhellen.

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Ein Besuch im Solarium kann Wunder bewirken!

Wenn das Wetter grau ist und sich kaum Sonnenlicht blicken lässt, können Sie nachhelfen und für künstliches Sonnenlicht sorgen. Die Rede ist vom altbekannten Solarium. Auch wenn Sie keinen Fan von der künstlichen Bräune sind, sorgt die spezielle, dem Sonnenlicht nachgeahmte UV-Strahlung im Solarium dafür, dass sich Ihre Stimmung schnell aufhellen wird. Investieren Sie also ein paar Euro pro Woche gehen Sie ein- bis zweimal unter das Solarium – es wird sich lohnen!

Winterdepression? Ab nach draußen!

Auch wenn das Wetter so gar nicht zu einem Spaziergang einlädt, sollten Sie auch in der Herbst- und Winterzeit regelmäßig nach draußen gehen. Körper, Geist und Seele nehmen das Sonnenlicht nämlich auch dann wahr, wenn die Sonne durch die Wolkendecke gar nicht zu sehen ist. Trotzdem regt die Strahlung die Produktion von Hormonen an, die wiederum Glücksgefühle hervorrufen. Sie sollten am besten täglich draußen unterwegs sein, idealerweise in der Natur, wo auch etwas fürs Auge geboten wird. Dies kann weitere Glücksgefühle entstehen lassen. Wie wäre es, wenn Sie sich einen Hund zulegen? Mit diesem müssen Sie zwangsläufig mindestens zweimal am Tag nach draußen, so dass es keine Ausreden mehr zum Stubenhocken gibt.

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Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle

Die meisten Menschen glauben gar nicht, welch großen Einfluss die Ernährung auf die Stimmung des Menschen hat. Wer sich ausschließlich ungesund mit viel Fett und Zucker ernährt, bei dem verringert sich die Produktion wichtiger Hormone, die für Zufriedenheit und Glücksgefühle zuständig sind. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse und den entsprechenden Vitaminen dagegen ist nicht nur für den Körper gut, sondern auch für die Seele. Und das Ganze hat noch einen weiteren wichtigen Nebeneffekt: Die Vitamine sorgen dafür, dass die gefürchteten Erkältungen und grippalen Infekte in der Herbst- und Winterzeit sich an Ihnen die Zähne ausbeißen werden.

Nutzen Sie die Kraft der Farben

Man kann es nicht oft genug erwähnen: Farben haben einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden des Menschen. Man kann sie daher gezielt nutzen, um die Stimmung zu verbessern und den gefürchteten Herbst- und Winterdepressionen zu entgehen. Dafür müssen Sie sich mit Farben umgeben, die das Farbspektrum des Sonnenlichts nachahmen, z. B. sämtliche Gelb-, Orange- und Rottöne. Sorgen Sie dafür, dass diese Farben möglichst überall in Ihrem Zuhause vorhanden sind, zum Beispiel in Form von Bettwäsche, Tischdecken, Kissenbezügen oder auch durch einen bunten Blumenstrauß auf den Tisch. Auch die Kleidung sollten Sie nach Möglichkeit in diesen Farben auswählen. Und ist nicht der Herbst auch genau die passende Zeit, um die Wohnung einmal neu zu dekorieren und eventuell die Wände in einem neuen Farbton zu streichen? Wählen Sie auch dafür möglichst eine Farbe aus dem Spektrum des Sonnenlichts, und Ihre Stimmung wird sich ganz schnell verbessern!

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Die Energie der Düfte

Ebenso wie Farben tragen auch Düfte dazu bei, Stimmungen zu verändern und Körper, Geist und Seele Gutes zu tun. Daher sollten Sie nicht nur die Farben entsprechend an die graue Jahreszeit anpassen, bzw. dieser durch die Verwendung entgegenwirken, sondern auch durch das gezielte Einsetzen von Düften. Die passenden Düfte für die Herbst- und Winterzeit sind dabei nicht etwa nur solche, die an den Sommer erinnern, sondern auch harmonische und warme Duftnoten wie Bergamotte, Patchouli oder Jasmin. Am besten setzen Sie die Düfte in Form von Duftölen ein, die dann als Wasser-Öl-Mischung in einer Duftlampe verdampft werden. Dies sorgt einerseits dafür, dass sich der Duft optimal im ganzen Raum verbreitet, andererseits wird dadurch auch die Luft angefeuchtet, was sich ebenfalls sehr positiv auf den Körper auswirkt. Tipp: Kombinieren Sie doch Licht- und Aromatherapie, mit dem Lichtwecker Lumie Bodyclock IRIS 500.

Winterblues: Musik darf ebenfalls nicht fehlen

Licht, Farben, Düfte – das ist längst noch nicht alles, was unserem Körper, dem Geist und der Seele gut tut. Auch Töne tragen dazu bei, am besten in Form von Musik. Sorgen Sie dafür, dass in der dunklen Jahreszeit möglichst flotte Musik aufliegt, am besten täglich. Warum nehmen Sie nicht einfach Ihre Lieblingslieder aus dem Sommer mit? Das wird Ihre Stimmung beim Hören sofort heben. Tanzen Sie, singen Sie mit und lassen Sie Ihrer Freude freien Lauf!

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Lesen Sie aufmunternde Literatur

Neben der Musik kann auch aufmunternde Literatur in der kalten und grauen Jahreszeit wahre Wunder bewirken. Und die langen Abende bieten sich doch geradezu für ein ausgiebiges Lesevergnügen an! Eine schöne Liebesgeschichte, Reiseliteratur aus fernen Ländern oder auch ein spannender Krimi – Lesen ist Balsam für die Seele und entführt Sie in fantasievolle Welten, fernab vom tristen Einerlei des europäischen Winters. Auch Sachbücher können echtes Lesevergnügen bereiten, zum Beispiel esoterische Literatur oder entsprechende Ratgeber, die gleichzeitig Tipps dafür geben, wie Sie gegen depressive Verstimmungen in der kalten Jahreszeit vorgehen können. So erzielt man gleich den doppelten Nutzen!

Gehen Sie unter Menschen – gerade bei Winterdepression

Auch wenn die kalte Jahreszeit dazu einlädt, viel Zeit zuhause in der warmen Stube zu verbringen, sollten Sie diesem Drang nicht dauerhaft nachgehen, sondern auch immer wieder den Kontakt zu anderen Menschen suchen. Der Kontakt zu unseren Mitmenschen erweitert nicht nur unseren Horizont, sondern kann auch die Stimmung merklich verbessern. Dies gilt insbesondere, wenn Sie sich regelmäßig ist Freunden und Bekannten treffen, in deren Nähe Sie sich wohlfühlen und bei denen Sie sich einfach so geben können, wie Sie wirklich sind. Wie wäre es, zusammen mit Freunden zu kochen oder einen DVD-Abend zu veranstalten? Man muss nicht zwingend außer Haus gehen, um mit lieben Menschen eine schöne Zeit zu verbringen.

Machen Sie sich selbst eine Freude

Wussten Sie, dass auch Einkaufen glücklich machen kann? Ganz bestimmt! Es geht dabei nicht darum, unbedingt irgendwelche Dinge einzukaufen. Vielmehr steht der Gedanke dahinter, sich selbst auch einmal selbst eine Freude zu machen. Planen Sie also entweder ganz für sich selbst oder zusammen mit guten Freunden einen tollen Shopping-Tag, und machen Sie sich dabei selbst eine Freude – indem Sie sich etwas gönnen, von dem Sie schon lange geträumt haben oder das Sie sich selbst normalerweise nicht gönnen würden. Ihre Stimmung wird es Ihnen danken!

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Hilfe gegen Depression: die Lichttherapie

Mitunter helfen alle einfachen Tipps und Ratschläge nichts, mit der Zeit stellt sich eine echte Herbst- bzw. Winterdepression mit all ihren negativen Folgen ein. Der Betroffene hat zu nichts mehr Lust, verkriecht sich in seinem Zuhause und führt ein trostloses Dasein, das sich mitunter auch auf seine Mitmenschen auswirkt. In diesem Fall sollten Sie darüber nachdenken, eine sogenannte Lichttherapie in Anspruch zu nehmen. Diese kann entweder bei einem spezialisierten Arzt, in der Ambulanz einer Klinik oder auch zu Hause durchgeführt werden.

In der Lichttherapie kommen bei Winterdepression spezielle Tageslichtlampen mit sehr großer Lichtintensität zum Einsatz, die das volle Spektrum des Tageslichts nachbilden und somit den Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit ausgleichen. Zum Vergleich: In einem beleuchteten Zimmer beträgt die Lichtstärke meist rund 200 Lux. Tageslichtlampen, die im Rahmen einer Lichttherapie eingesetzt werden, besitzen in etwa die zwölffache Lichtstärke.

Eine Lichttherapie dauert in der Regel zunächst eine Woche. Danach werden die Ergebnisse mit dem durchführenden Arzt besprochen. Sind sie noch nicht befriedigend, kann eine weitere Woche Therapiearbeit folgen. Für den Patienten ist die Lichttherapie sehr angenehm. Möglichst früh am Morgen setzt er sich für ca. eine Stunde vor die speziellen Tageslichtlampen. Dabei kann er lesen oder auch sein Frühstück einnehmen. Wichtig ist, in regelmäßigen Abständen direkt in das Licht der Lampe zu schauen. Die Bestrahlung mit dem nachempfundenen Tageslicht sorgt dafür, dass der Körper ein größeres Maß spezieller Hormone produziert, die unter anderem auch das Glücksgefühl beeinflussen.

Alternativ können Sie versuchen, sich selbst zu therapieren. Empfehlenswerte Tageslichtlampen sind beispielsweise die folgenden:

wake up light

Foto: Amazon (Philips)

Lichtwecker gegen Winterdepression

Als unterstützende Maßnahme bei Winterdepression ist auch der Kauf eines Lichtweckers empfehlenswert. Diese Sonnenaufgangs-Simulatoren sorgen dafür, dass Sie bereits morgens Ihre Laune verbessern und so wesentlich besser in den Tag starten. Das ansteigende Licht im Schlafzimmer beeinflusst unseren Hormonhaushalt positiv. Zusätzlich sorgen wohklingende Natürwecktöne dafür, dass das Aufstehen zu einem angenehmen Erlebnis wird. Lesen Sie alles über Lichtwecker auf unserer Ratgeber-Seite oder springen Sie direkt zu unserem großen Lichtwecker-Test.

 

 

 

Fazit / Abschließende Tipps

Die hier gegebenen Tipps helfen bei leichten depressiven Verstimmungen in der Herbst- und Winterzeit. Sollte nach der Anwendung keine Besserung eintreten, kann es hilfreich sein, ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten zu vereinbaren. Dieser kann herausfinden, ob sich möglicherweise hinter Ihrem Stimmungstief andere Ursachen als lediglich die lichtarme Jahreszeit verbergen.

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